Von der Zuschauertribüne auf die deutsche Meisterschaft

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Zum Judo kamen Helga (49) und Birgit (45) erst spät. Seit mehr als zehn Jahren machen ihre Kinder bereits Judo, bis sie im Jahr 2012 zu dem Entschluss kamen: "Das wollen wir auch mal ausprobieren!"

Die Breitensportgruppe von Erwin Obermeier bot die perfekten Voraussetzungen. Einmal angefangen, waren sie von dem Virus "Judo" infiziert und legten so auch die Gürtelprüfungen ab. In der Vorbereitung auf den grünen Gurt lernten sie die Kata kennen und bemerkten: "Das ist genau unser Ding!" Die Kata ist eine Übungsform, die die Techniken und Prinzipien des Judo zeigt. Die Elemente werden "choreographisch" aneinander gereiht und folgen einem strengen Ablauf. Als sie dann die Juno-Kata, bei der die Würfe nur angesetzt werden, entdeckten, waren die beiden hell auf begeistert. Sie vertieften dieses neu gefundene Hobby wo auch immer sich die Möglichkeit dazu bot. Im April 2016 fuhren Helga und Birgit nach Nieder-Roden (Hessen) zu einem Kata-Intensiv-Lehrgang, bei dem ihnen die "Choreographie" der Juno-Kata noch genauer beigebracht wurde. Danach waren die begeisterten Judoka nicht mehr zu stoppen. Sie übten, wo sie nur konnten: im eigenen Dojo, im Wohnzimmer oder bei schönem Wetter im Garten, was die Nachbarskinder mit verwunderten und begeisterten Blicken beobachteten.

 

Nachdem die beiden Mittvierzigerinnen das Gefühl hatten, dass ihre Kata vorführreif ist, beschlossen sie im März dieses Jahr zur bayerischen Kata-Meisterschaft nach Garching zu fahren. Im Wissen, dass dies ihr erster Wettkampf war und dass die anderen Kata-Paare deutlich erfahrener waren, erhofften sich Helga und Birgit nicht all zu viel. Die Konkurrenz freute sich, die beiden zu sehen, da man sich bereits von den Lehrgängen kannte. Insgesamt waren vier Paarungen in der Juno-Kata am Start, darunter auch die Endsiebzigerin Georgine, die beweist, dass diese Sportart nicht nur für junges Gemüse geeignet ist: Obwohl Helga und Birgit trotz Nervosität ohne grobe Fehler durch die Kata gelaufen waren, hatten sie gegenüber den Routiniers das Nachsehen und wurden nur vierte. Ihr größtes Ziel hatten sie jedoch trotzdem erreicht: die beste Kata, die sie je gezeigt haben abliefern. Zufrieden mit ihrer Performance reisten sie nach Hause. Dort dann die große Überraschung: eine Mail vom Kata-Beauftragten des BJV mit der Nominierung für die deutsche Kata-Meisterschaft! Die Freude war dementsprechend groß. Jetzt heißt es: Üben, üben, üben bis zum Samstag beziehungsweise Sonntag, 17. und 18. Juni, wo es dann in Berlin zur Sache geht. 

 

 
 
Autor: pm/ jm

 

Kategorien: News

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