Speedway-Nationalteam auf der Judo-Matte

Ebenfalls die jungen Talente eine Woche vorher

Die besten deutschen Piloten trainieren unter Abensbergs Chefcoach Jürgen Öchsner. „Das wird kein Zuckerschlecken.“ Von Alexander Reichmann

Die Speedway-Saison beginnt in Abensberg heuer wieder besonders früh. Bereits am 7. und 8. Januar geht es los. Allerdings nicht mit den Motorrädern auf der Sandbahn, sondern in Sportklamotten auf dem Mattenboden in der Josef-Stanglmeier-Halle. Wie schon in den vergangenen Jahren treffen sich die Fahrerinnen und Fahrer der Bayerncup-Junioren-Teams zum Trainingslager.

Neu ist ein zweites Trainingslager, nur eine Woche später, am 14. und 15. Januar. Da sind die „Großen“ zu Gast, nämlich die Mitglieder des deutschen Speedway-Nationalteams. Auch sie arbeiten unter Leitung des Abensberger Judo-Coaches Jürgen Öchsner an Kondition und Koordination.

„Für das Trainingslager der Junioren erwarten wir wieder so 15 bis 18 Teilnehmer aus den Bayerncup-Teams“, berichtet Sascha Dörner, Rennleiter beim MSC Abensberg. Als Teilnehmer mit der weitesten Anreise wird man wieder Tom Finger aus Bad Zwischenahn bei Oldenburg begrüßen. Er nimmt mit seiner Familie die rund achtstündige Anreise auf sich, „dazu kommt, dass dort am 6. Januar kein Feiertag ist, die müssen also am Freitagnachmittag nach der Arbeit losfahren“, so Dörner. Tom Finger wird übrigens auch, wenn Not am Mann ist, für ein neues Team des MSC Abensberg im Bayerncup an den Start gehen.

Alle deutschen Stars kommen

Das Coaching der jungen Rennfahrerinnen und Rennfahrer übernehmen wieder in bewährter Weise Martin Smolinski, MSC-Mitglied und bester deutscher Speedwayfahrer, und der Judo-Coach Jürgen Öchsner. Wie in den vergangenen Jahren haben sich die beiden, die so toll harmonieren, auf die Fahnen geschrieben, den Nachwuchssportlern im Winter vor Beginn der neuen Saison Kondition und Koordination zu vermitteln.

Dabei gehe es laut Martin Smolinski vor allem darum, den Teilnehmern Übungen zu zeigen, die sie leicht alleine und an jedem Ort nachmachen können. Denn die eineinhalb Tage Training in Abensberg reichen natürlich nicht aus, um die Fahrer fit für die Saison zu machen. Zudem darf der Spaß nicht zu kurz kommen. „Martin Smolinski ist ein Zugpferd für dieses Trainingscamp. Er fungiert für uns da als Erfolgsgarant“, lobt Sascha Dörner.

Eine Woche später ist „Smoli“ dann nicht mehr als Trainer, sondern als Teilnehmer selbst gefordert. Dann kommt zum ersten Mal auch das Nationalteam zum Trainingscamp nach Abensberg. Hier wird Judo-Fachmann Öchsner das Training alleine leiten. Neben Smolinski haben sich unter anderem Michi Härtel, Kai Huckenbeck, Erik und Marc Riss, Sandro Wassermann, Ethan und Daniel Spiller und Max Dilger angesagt.

Geschätzt als Trainingsstätte

  • Gäste:

    Nicht nur das deutsche Speedway-Nationalteam lässt sich von Judo-Chefanweiser Jürgen Öchsner fit machen. Zu Gast war heuer auch schon eine Jugendmannschaft des SSV Jahn Regensburg.

  • Gewinn:

    Immer mehr Sportler erkennen, dass die Körperbeherrschung und Athletik aus dem Judo auch für ihre Profession von Vorteil ist. „Da sieht man erst, was ein Judoka alles drauf haben muss“, pflegt Öchsner zu sagen.

    Auch der Teammanager der Nationalmannschaft, Peppi Rudolph, wird vor Ort sein. „Auch hier geht es natürlich darum, vor dem anstrengenden Wettkampfjahr Grundkondition zu vermitteln“, so Dörner. Peppi Rudolph will sich zudem ein Bild machen, wie es um die Fitness der einzelnen Fahrer allgemein bestellt ist. Auch eine Ernährungsberaterin ist vor Ort und steht den Fahrern zur Seite.

    Einzelgespräche mit den Cracks

    Außerdem hat der Teammanager so die Möglichkeit, seine Jungs auch im Winter einmal alle beisammen zu haben, diese Chance gebe es nicht oft. Deshalb will Rudolph die Zeit auch für Einzelgespräche in den Trainingspausen nutzen. Sascha Dörner berichtet von einem Telefongespräch mit Rudolph, dabei habe der Teammanager, der sich auch schon mit Jürgen Öchsner getroffen hat, erklärt, dass das Trainingscamp alles andere als ein Zuckerschlecken werden solle.

    Das gilt besonders für Smolinski, Härtel und Erik Riss, die sind nämlich am Freitag noch bei der DMSB-Gala der Meister in Wiesbaden geladen und müssen dann schnell zurück und am Samstag früh mit dem Training beginnen. Dörner freut sich schon auf die beiden Wochenenden, er weiß aber auch: „Ohne die Unterstützung der Stanglmeier-Stiftung wäre das nicht möglich.“

Kategorien: News

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