Sebi Seidl kehrt auf die Matte zurück

Rio-Starter tritt nach seiner Verletzungspause für Abensberg beim Bundesliga-Kampf in Leipzig an. Und reist dann nach Korea.

Abensberg.Am Donnerstag gab der deutsche Judo-Bundestrainer Richard Trautmann höchstselbst grünes Licht: „Ja, er darf kämpfen.“ Der Pförringer Sebastian Seidl ist nach einer mehrmonatigen Verletzungspause wieder einsatzbereit. Der 26-jährige Rio-Starter von 2016 rückt seinen Kollegen vom TSV Abensberg am Samstag beim Bundesliga-Kampf bei JC Leipzig zur Seite. Und am Tag darauf hebt er ab nach Korea, wo er zur Nationalmannschaft stößt. Schließlich will Seidl noch auf den WM-Zug aufspringen.

Mitten im Formaufbau für das laufende Jahr hatte sich der Dritte der Europa-Spiele von 2015 im März verletzt. Nach Olympia in Rio konzentrierte sich Seidl zunächst ganz auf seine Ausbildung bei der bayerischen Polizei. Erst im Februar stieg er wieder ins Judo-Geschäft ein – und riss sich bei einem Trainingslager nach dem Grand Prix in Düsseldorf das vordere Syndesmoseband im rechten Fuß. „Glücklicherweise war’s nicht zu einem späteren Zeitpunkt in der Saison. Dann hätte ich alle Pläne streichen müssen“, sah Seidl noch das Positive. Das Ziel für den Pförringer in diesem Jahr ist ein WM-Start Ende August.

Zwei Ukrainer stoßen dazu

Nach seiner Genesung kann er den internationalen Jahres-Höhepunkt wieder ins Visier nehmen. Seinen ersten Auftritt wird er am Samstag für seine Farben des TSV Abensberg bestreiten. „Wir sind natürlich froh, dass Sebi zurück ist. Allein er als Person stärkt unsere Truppe“, sagt Trainer Jürgen Öchsner. Für Seidl soll es ein Belastungstest sein. Gleich im Anschluss reist Ostbayerns Sportler des Jahres 2015 dem deutschen Nationalteam nach Korea nach. Die DJB-Asse halten sich bereits seit Anfang Mai zu Trainingslagern in Asien auf. Der Station Japan folgt nun Korea.

Wegen dieser Maßnahme fehlen den Babonen in Leipzig (Beginn 17 Uhr) Manuel Scheibel (66 kg) und Marc Odenthal (90 kg). Umso erfreulich ist Seidls Comeback in der 66 kg-Kategorie. Für Odenthal kehrt Robert Dumke in den TSV-Kader zurück. „Eine Chance kriegt auch unser Nachwuchsmann Markus Tuscher“, kündigt Öchsner an. Ebenso kann sich Ludwig Igl an der Seite von Benjamin Münnich und Kapitän Sven Maresch (alle 81 kg) auf ein mögliches Debüt freuen. „Die jungen Burschen haben es sich mit guten Leistungen in der zweiten Mannschaft verdient.“

Bis 60 kg wird erneut Philip Graf die Aufgaben schultern. Bislang zeigte er sich in der Bundesliga bärenstark. Sebi Seidl erhält prominente Unterstützung: Der frühere Welt- und aktuelle Europameister Georgii Zantaraia aus der Ukraine stößt zum Abensberger Tross, ebenso wie im Schwergewicht sein erst 22-jähriger Landsmann Iakiv Khammo, WM-Dritter von 2015. Der Rekordmeister ist demnach einmal mehr exzellent aufgestellt, blickt man auch noch auf das 73 kg-Duo Christopher Völk und David Krämer sowie Dominik Gerzer (bis 100 kg).

Dritter Sieg im dritten Auftritt

Die Besetzung zeigt deutlich die Marschroute der Babonen. „In Leipzig soll zwingend der dritte Sieg im dritten Kampf nach unserer Bundesliga Rückkehr her“, unterstreicht Coach Öchsner. An dieser Zielsetzung gebe es nichts zu rütteln, selbst wenn die Sachsen zumal daheim ein giftiger Gegner sind. Doch zum Leidwesen der Gastgeber fehlen der erfahrene Hannes Conrad und Nachwuchshoffnung Daniel Herbst.

Bericht von Martin Rutrecht

Bildmaterial von Lukas Schulze

Kategorien: News

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