Neuer Babone überzeugt bei Grand Prix

Benni Münnich zeigt beim World-Turnier in Düsseldorf als Fünfter sein Potenzial. „Ich freue mich riesig auf die Bundesliga.“

Die Judo-Welt war zu Gast in Deutschland. Mehr als 3000 Zuschauer verfolgten täglich das Kräftemessen beim Grand Prix in Düsseldorf. Und die Vertreter des TSV Abensberg mischten vorne mit: zwei Titel, dazu Bronzemedaillen. Kleiner Schönheitsfehler – diese Ausbeute holten Legionäre der Babonen, angefangen bei Olympiasieger Lukas Krpalek (Tschechien), der nun im Schwergewicht antritt, bis zu den Turniersiegern Toma Nikiforov (Belgien/100 kg) und Beka Gviniashvili (Georgien/90 kg), die neu auf der Liste des Rekordmeisters stehen. Die nationalen TSV-Recken mussten Federn lassen, mit Ausnahme des 81 kg-Fünften Benjamin Münnich, einem Neuzugang des Erstliga-Rückkehrers.

Bundestrainer lobt Manuel Scheibel

Der neue Teammanager der Abensberger, Fabian Seidlmeier, fuhr am Sonntagnachmittag von Düsseldorf zurück. Was er gesehen hatte, hinterließ zwiespältige Gefühle. „Der fünfte Rang von Benni Münnich und auch der Auftritt von Manuel Scheibel, der gegen den späteren Turniersieger verlor, waren positive Zeichen. Philip Graf ist leider international zu verkrampft“, so der frühere TSV-Athlet. Der Biburger Scheibel (66 kg) musste nach drei Strafwertungen gegen den Weltklassemann Vazha Margvelashvili vorzeitig von der Matte. „Aber Manu bekam Lob vom neuen Bundestrainer Richard Trautmann.“ Der beste Babone, Neuzugang Münnich, war im ersten Moment mit seinem fünften Platz nicht besonders glücklich. „Nach dem verlorenen kleinen Finale war ich eher geknickt. So knapp bei einem Grand Prix an einer Medaille vorbei zu schrammen, hinterließ zunächst Enttäuschung“, so der 26-jährige Kölner, der bereits im Dezember in der „Golden League“, dem Vereins-Europacup, sein Debüt für die Abensberger gab. In Düsseldorf scheiterte der Jura-Student im Bronze-Kampf am Bulgaren Ivaylo Ivanov, Olympia-Siebter von Rio. „Das Duell ist blöd gelaufen, ich war nach 15 Sekunden hinten und konnte trotz einiger Ansätze nicht ausgleichen. Ein solcher Weltklasseathlet fällt nicht so leicht um.“

Freundschaft brachte ihn zum TSV

Im Viertelfinale war Münnich zuvor am Ungarn Attila Ungvari, Bruder des ehemaligen Babonen-Recken Miklos Ungvari, gescheitert. „Er hat mich in einen Würger gekriegt. Ich wollte noch durchhalten, wäre aber k. o. gegangen, deshalb habe ich abgeklopft.“ Zum Start ins Turnier hatte der Neu-Abensberger zunächst den Afrika-Meister von 2015 aus Tunesien und einen Ungarn in der Verlängerung bezwungen. Ein Husarenstück glückte dem 26-Jährigen in der Trostrunde gegen den Kanadier Etienne Briand: Zwei Wazaari (mittlere Wertung) zurückliegend packte Münnich einen vorzeitigen Ippon-Erfolg aus. Mit einem Tag Abstand sah dieser fünfte Rang doch gut aus. „Ich denke, in diesem Konzert der Weltelite kann es sich sehen lassen.“ Münnich, der über seine Freundschaft zu Fabian Seidlmeier zum Rekordmeister stieß, wird für den TSV zum ersten Mal in der Bundesliga kämpfen. Bisher war er bei seinem Heimatklub Bushido Köln in der zweiten Liga unterwegs. „Ich freue mich riesig auf die neue Herausforderung.“ Vor der „Golden League“ in Grosny war er bereits in der Babonenstadt, „ein schönes kleines Städtchen“. Mit seinem neuen Klub will er zum Einstand den Bundesliga-Titel. „Vielleicht ist Hamburg leichter Favorit, aber irritieren wird uns das nicht.“

Training mit den Weltbesten

  • Randori:

    Nach Abschluss der Wettkämpfe in Düsseldorf bleiben viele Athleten noch zu einem internationalen Trainingslager in Deutschland. Dabei trainieren die Judoka über ihre Nationengrenzen hinweg untereinander.

  • Teilnehmer:

    Mit Rio-Starter Sebastian Seidl stößt ein Abensberger Athlet hinzu, der beim Grand Prix nach langer Auszeit noch pausierte. In den ersten Wettkampf nach seinem Abschluss bei der Polizei geht er Mitte März.

    Von den weiteren Abensberg-Vertretern in Düsseldorf scheiterte Marc Odenthal bis 90 kg am Georgier Gviniashvili, der als neuer Ausländer beim TSV anheuerte. Der 22-Jährige soll in die Fußstapfen von Ilias Iliadis treten. Trotz seiner jungen Jahre gewann er bereits ein Masters (Top-Turnier der besten 16 Athleten der Welt) und vor zwei Wochen Bronze in Paris. Mit Rang drei hat sich der Russe Kamal Khan-Magomedov (66 kg) ebenfalls als frischer Babonenfang empfohlen.

Und hier noch weitere Links zu anderen Vorberichten des Grand-Prix in Düsseldorf:

- http://www.mittelbayerische.de/sport/regional/kelheim-nachrichten/fruehes-aus-fuer-judo-duo-bei-grand-prix-21520-art1490983.html

- http://www.mittelbayerische.de/sport/regional/kelheim-nachrichten/tsv-judoka-fiebern-grand-prix-entgegen-21520-art1490606.html

 

Kategorien: News

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