Rekordmeister erwartet zähe Leipziger

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„Das ist noch nicht gewonnen“, sagt Coach Radu Ivan vor dem Bundesliga-Heimauftritt der Abensberger Judoka am Samstag gegen die Sachsen.

Von Martin Rutrecht, MZ



 Der Judoclub (JC) Leipzig befindet sich in einer unbequemen Lage: Die Sachsen stehen als Tabellenvorletzter der Bundesliga Gruppe-Süd vor dem Abstieg – und das als amtierender deutscher Vizemeister. Nur dem TSV Abensberg mussten sie 2010 den Vortritt lassen. Die Partylaune hat sich in Katerstimmung gewandelt. Genau deshalb geht TSV-Coach Radu Ivan mit Vorsicht ins Duell am Samstag um 17 Uhr in der Josef-Stanglmeier-Halle: „Die Gäste haben nichts zu verschenken. Sie sind ehrgeizig und werden uns ein Bein stellen wollen.“

Im Finale des Vorjahres ging dieses Ansinnen glatt daneben, der JC verlor 3:10. Eine solche Pleite können sich die Sachsen in der Wiederauflage des Gold-Kampfes im Grunde nicht erlauben. Radu Ivan vermutet daher, dass sich die Leipziger mit Ausländern verstärken werden. Die drei Schweizer Ludovic Chammartin (60kg), Christoph Keller (81 kg) und Dominique Hishier (90 kg) kämen da ebenso in Frage wie der Georgier Awtandil Schoschiaschwili (73 kg) und der russische Schwergewichtler Murat Malsagov. Die beiden Osteuropäer leben in Deutschland, die Anreisestrecke wäre überschaubar.

Im Feld ihrer nationalen Athleten vertrauen die Leipziger auf starke deutsche Judoka. Simon Yakoub (60kg), der Junioren-Vizeweltmeister Hannes Conrad (73 kg), sein Bruder Robert Conrad, Norbert Fleischer, Robert Gess (alle 81 kg), Frank Dedek (90 kg) und Henry Hubert (plus 100 kg) ärgerten schon viele arrivierte Kollegen. Beleg ihres Potenzials ist das 6:6, das die Gäste in der Vorwoche dem Tabellenzweiten KSV Esslingen abtrotzten.

Im Lager des Gastgebers tüftelt Coach Ivan wie immer an der perfekten Antwort auf das Aufgebot eines Kontrahenten. In einigen Gewichtsklassen gibt’s beim TSV Engpässe: Bis 60kg fehlt Manuel Scheibel (U 20-EM), Olympiasieger Ole Bischof und sein Herausforderer Sven Maresch (81kg) konzentrieren sich auf London 2012 und bis 90 kg sind Robert Dumke und Florian Germroth nicht fit. Dafür kann der TSV wieder mit Dimitri Peters planen. Die übrigen Leistungsträger stehen ebenfalls zur Verfügung. Da und dort will der Rekordmeister mit Legionären nachbessern, etwa Lukas Krpalek (100 kg) oder Ilias Iliadis (90kg). „Wir wollen uns schließlich die bislang makellose Saison von den Leipzigern nicht vermiesen lassen“, sagt Radu Ivan. (mar)

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