Abensberger Triumphe in Großhadern und Baku

Olympiasieger Ole Bischof gewinnt den Grand Prix. Die Bundesliga-Staffel putzt den Erzrivalen weg.

 

Doppelten Grund zur Freude hatte die Judo-Herrentruppe des TSV Abensberg am Wochenende: In der Bundesliga triumphierte der Rekordmeister beim TSV Großhadern mit 10:3. Zeitgleich schnappte sich 81kg-Olympiasieger Ole Bischof den Turniersieg beim Grand Prix in Baku.

Viel Lärm um nichts – Abensbergs Chefcoach Radu Ivan ist bewusst, dass diese Meinung nach dem 10:3 des TSV beim Erzrivalen und dem unerquicklichen Vorspiel über eine Terminverlegung (MZ berichtete) aufkommen könnte. „Natürlich wird man jetzt sagen: ,Ihr habt doch hoch gewonnen. Was sollte der Zirkus vorher?‘ Zum einen haben wir aber nicht wegen uns um eine Verschiebung ersucht, sondern wegen einer möglichen Wettbewerbsverzerrung, zum anderen konnten wir nicht davon ausgehen, dass Ilias Iliadis und Joao Pina, die für Baku gemeldet waren, doch zu uns stießen.“

Zum dritten waren Siege des 47-jährigen Helmut Dietz oder von Jungspund Philip Graf nicht unbedingt zu erwarten. Selbst der Cheftrainer lag nach langer Mattenabstinenz bis vier Sekunden vor Schluss in Führung. Dann packte er per Beinfasser zu („früher war das erlaubt“) – was Disqualifikation wegen irregulärer Technik hieß.

Mit großer kämpferischer Geschlossenheit präsentierte sich der 16-fache Deutsche Meister in der Münchner Vorstadt. „Im ersten Durchgang wollten wir unbedingt hoch vorlegen. Ich hab’ den Jungs eindringlich gesagt: Das muss aufgehen.“ Das Team tat wie geheißen. Graf (60 kg), Sebastian Seidl (66 kg), Fabian Seidlmeier (73 kg), Iliadis (90 kg) und Dominik Gerzer (100 kg) siegten gegen national bekannte Kontrahenten wie Simon Glockner oder Valentin Larasser. 73kg-Europameister Pina rückte eine Gewichtsklasse nach oben und rang dem arrivierten Florian Lackner ein Remis ab. Einzig der Coach selbst leistete wie erwähnt seiner Vorgabe nicht Folge.

Der 5:1-Pausenstand wies den Weg. Nun brachte der TSV den „alten“ Haudegen Dietz – der mit dem U 20-Mann Tobias Madl nach gut drei Minuten fertig war. „Das ist eben Helmuts Routine“, freute sich Radu Ivan. Zu verschmerzen war Gerhard Zeitlers Niederlage in der 66 kg-Kategorie, da ein gut kämpfender Stefan Kneitinger (73kg) sowie Pina, Iliadis und Gerzer erneut gewannen. Das letzte Duell gehörte dem Erzrivalen; Martin Oberndorfer verlor.

 

Unmittelbar nach dem Bundesliga-Kampf traf die Erfolgsnachricht aus Baku ein: Olympiasieger Bischof hatte sich auf Platz eins gekämpft. Das London-Ticket für 2012 rückt für ihn immer näher. Auf seinem Weg zum Turniersieg bekam der gebürtige Reutlinger in den ersten beiden Runden nicht die größten Brocken vorgesetzt. Im Viertelfinale wuchs aber der Schwierigkeitsgrad mit dem Belgier Joachim Bottiau. In der Vorschlussrunde musste Bischof gegen den Ukrainer Artem Vasylenko ins Golden Score, ehe er im Finale den Lokalmatador Elkhan Rajabli in Schach hielt. Der Aserbaidschaner hatte Bischofs Teamkollegen Sven Maresch ausgeschaltet. Enttäuschend verlief der Grand Prix für Christopher Völk (73 kg) und Schwergewichtler Andy Tölzer.

Von Martin Rutrecht, Mittelbayerische Zeitung, Sport in der Region.
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