Zwei Europameister helfen Abensbergs Judoka


Ilias Iliadis und Joao Pina verzichten auf den Grand Prix in Baku und kämpfen stattdessen für den TSV gegen den Erzrivalen


Abensberg. Sie verzichten auf mehrere Tausend Euro potenzielles Preisgeld, um dem Judo-Rekordmeister TSV Abensberg in einer Stunde personeller Not zur Seite zu stehen: Die beiden Europameister Joao Pina (bis 73kg) aus Portugal sowie Ilias Iliadis (bis 90 kg) aus Griechenland sagten ihre Teilnahme am Grand Prix in Baku ab und reisen stattdessen mit einem Rumpfaufgebot der Babonen zum Bundesliga-Auftritt beim Erzrivalen TSV Großhadern (Beginn: Samstag, 16 Uhr).

„Man muss vor diesen Burschen den Hut ziehen“, sagt Abteilungsleiter Otto Kneitinger. Beide Legionäre baten ihre nationalen Verbände um die Freigabe. In Baku ist ein Preisgeld von 100000 US-Dollar ausgelobt. Zudem geht’s um wichtige Punkte für die Olympia-Qualifikation. Nur weil beide im Rennen um London weit vorne stehen, können sie dem Super-Turnier fern bleiben.

Damit verfügt der Titelverteidiger beim Erzrivalen über zehn Mann – inklusive des 47-jährige Helmut Dietz (bis 60 kg) und Cheftrainer Radu Ivan (34), der seit Jahren keinen Kampf mehr gemacht hat, jetzt aber im Schwergewicht ran muss. „Wir haben sonst niemanden in dieser Kategorie“, so Kneitinger. Sämtliche TSV-Athleten aus Nationalaufgeboten sind in Baku, egal ob deutsche oder ausländische Judoka; einige sind verletzt.

Aus der heimischen Stammbesetzung ist Abensberg ein halbes Dutzend Kämpfer geblieben: Phillip Graf (60kg), Sebastian Seidl, Gerhard Zeitler (66 kg), Fabian Seidlmeier, Stefan Kneitinger (73 kg) und Dominik Gerzer (100 kg). Die Klassen 81 kg und 90kg hätte der TSV kampflos – und bestraft mit Geldbußen – abgeben müssen. Dort werden jetzt Pina und Iliadis in die Bresche springen.

Großhadern wartet mit starken nationalen Kräften auf, wiewohl auch ihr Aushängeschild Tobias Englmaier nach Baku muss. Außerdem wollen sich die Hausherren österreichischer Verstärkung bedienen.

 

Die Chance, gegen Abensberg nach Jahren der Unterlegenheit etwas zu landen, scheint groß wie nie. „Diese Suppe wollen wir ihnen versalzen. Wir kämpfen bis zum letzten Mann“, sagt Kneitinger.

In Mittelbayrischer Zeitung, Sport aus der Region Kelheim, 05.05.2011

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